Aktiengesellschaften allgemein
Unternehmensplanung verlangt Geschäftsführern viel Wissen und Engagement ab. Neben dem Lösen aktueller Probleme und Fragstellungen, muss gleichzeitig eine mittel- und langfristige Planung erfolgen. Ein Unternehmen muss auch in ferner Zukunft gut aufgestellt sein. Dabei ist es notwendig, Markttrends frühzeitig zu erkennen und zu integrieren. Oftmals bewegen sich Märkte und Absatz der eigenen Produkte und Dienstleistungen außerhalb des geplanten Rahmens. Um dennoch konkurrenzfähig zu sein, ist es unabdingbar finanzielle Mittel zu investieren, um das Unternehmen im Marktgeschehen zu halten. Dabei stellt sich für den Geschäftsführer immer die Frage nach der Art und Weise der Finanzierung. Um die eigene Liquidität in Form von Barmitteln zu schonen und kein Fremdkapital zu nutzen, entscheiden sich viele Geschäftsführer größerer Unternehmen dazu, ihre Unternehmung in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Die entstehende Kapitalgesellschaft teilt ihr Grundkapital in Aktien auf. Dieses Grundkapital kann durch Einzahlung, Umwandlung oder Sachgründung erbracht werden. In Deutschland muss das Grundkapital eine Höhe von mindestens 50.000 Euro betragen, um eine Aktiengesellschaft zu gründen. In der Bilanz entspricht das Grundkapital, nach der Emission und Zeichnung der Aktien, an den Börsen oder auch außerbörslich, dem Posten „gezeichnetes Kapital“ des Eigenkapitals. Entsprechend fließen dem Unternehmen durch den Verkauf der Aktien finanzielle Mittel zu, die es zur Investition nutzen kann. Die Aktien werden in Urkunden verbrieft, wobei heute nur noch eine Globalurkunde bei der Clearstream Banking S.A. hinterlegt wird.

Die Unterschiede bei Aktiengesellschaften

Es gibt drei verschiedene Arten von Aktien, die emittiert werden können. Neben der Stammaktie können auch Namensaktien und vinkulierte Namensaktien am Markt platziert werden. Da bei den beiden letztgenannten Formen der Aktiengesellschaft mitgeteilt wird, wer Inhaber ihrer Aktien ist, entsteht ein Überblick über die Aktionärsstruktur. Bei vinkulierten Namensaktien muss die Aktiengesellschaft, vor Übertragung der Aktie an einen neuen Eigentümer, dem Handel zustimmen. Durch eine Emission neuer Aktien, kann eine Aktiengesellschaft sich neues Kapital am Markt beschaffen, ohne auf Fremdkapital angewiesen zu sein. Dies hat vor allem den Vorteil, dass eine höhere Eigenkapitalquote eine bessere Bonität darstellt. Kredite und Schuldverschreibungen können so später zu besseren Konditionen erworben beziehungsweise am Markt platziert werden. Die Aktionäre haften lediglich mit den eingebrachten Mitteln. Ihnen entsteht also ein Kursrisiko bei der Investition in Aktiengesellschaften. Die Aktiengesellschaft dagegen haftet mit ihren gesamten Vermögen. Sie kann entsprechend als selbstständige juristische Person auftreten. In Deutschland trägt eine Aktiengesellschaft den Zusatz „AG“. Privatanleger, die mit Aktien handeln möchten, müssen eine spezielle Wertpapiergeschäftsfähigkeit bei ihrem Bankberater unterschreiben, denn nicht nur für Geschäftsführer ist eine Aktienemission mit Risiken verbunden.

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